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Glasvorräte: wichtig für die Kontinuität Ihres Betriebs

Sturm, Starkwinde, Hagel: Drei Wetterelemente, die in den letzten Jahren nur zu häufig in den Wettermeldungen vorkamen. Die nicht nur kaputte Scheiben verursachen, sondern auch die kostbare Ernte darunter bedrohen. Ein vernünftiger Vorrat an Ersatzglas kann dann den entscheidenden Unterschied zwischen einem ärgerlichen Ereignis und einer Katastrophe bedeuten. Was allerdings ein sinnvoller Vorrat ist, ist schwer einzuschätzen. Im Falle einer Katastrophe wird auch der Vorrat nicht ausreichen, um die Schäden zu reparieren.

Früher, als neues Glas entweder gleich geliefert oder vor Ort auf die richtige Größe geschnitten werden konnte, wurde die Zahl der vorrätigen Scheiben auf ungefähr 3 bis 4 Tage Reparaturarbeiten ausgerichtet. Dank der Nutzung von Isolierglas (gehärtetem Glas) beträgt die Lieferzeit mittlerweile bis zu mehreren Wochen. Daher ist ein angemessener Vorrat sehr sinnvoll, weil er zusätzliche Kosten und Mühen für vorläufige Maßnahmen reduziert und dafür sorgt, dass das Reparaturteam kein weiteres Mal kommen muss, um gehärtetes Glas einzusetzen.

Die Verwendung von nicht gehärtetem Glas ist aus Sicherheitsgründen keine Option. Die Erzeuger haben kaputte Glasscheiben früher immer selbst repariert, sobald Unwetter oder Sturm vorbei waren, dürfen das aber aufgrund der Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften nicht länger tun. Auch die Glasgrößen in modernen Gewächshäusern machen das schier unmöglich. Das resultiert in einer steigenden Abhängigkeit von qualifizierten Fachleuten, die die Reparaturen durchführen, also Fachkräften, die bei den großen Erweiterungen des Gartenbaus auf der ganzen Welt sehr gefragt sind. Wenn man solche Fachkräfte findet, muss man attraktive Bedingungen schaffen, bei denen die Arbeiten sofort aufgenommen und zumindest einige Tage lang fortgeführt werden können.

 

Empfohlene Menge Glas- und Reparaturvorräte: 

Oberfläche des Gewächshauses

Glasvorräte

Größenverteilung

Reparatursets

≤ 30.000 m²

100 Scheiben (unterschiedliche Größen)

35  geschliffene Glasscheiben

60 %   Hauptfenster      

10 %   Luftklappescheiben

10 %   untere Luftklappescheiben

10 %   kleine Scheiben (Lufthochdruckgebiet Giebelenden)

10 %   Giebelglas

 

Je 1 Set für 2000 m²

·        mindestens 5 Sets

·        höchstens 30 Sets

Zusätzlich für jede 10.000 m²

25 Scheiben

Maximum

500 Scheiben

 

In manchen Fällen, in denen mehrere Dachsysteme vorhanden sind, kann das einen enorm großen Vorrat an Ersatzglas bedeuten. In Gegenden mit vielen Unternehmern im Unterglasanbau ist eine engere Zusammenarbeit zwischen den Erzeugern empfehlenswert. Um das Problem mit verfügbarem Ersatzglas adäquat in den Griff zu bekommen, sollte der gesamte Gartenbausektor seine Vorräte erhöhen, sodass man in naher Zukunft Kollegen im Notfall aushelfen kann.

Darum plädiert Hagelunie für die Standardisierung von Glasgrößen und eine bessere Kooperation zwischen den einzelnen Erzeugerkollegen, weil beides für Erfolg obligatorisch ist.

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