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Das Gewächshaus der Zukunft

Innovation, Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit im Gewächshaus-Gartenbau

The Greenhouse of the Future

Der Gewächshaus-Gartenbausektor steht am Vorabend großer Veränderungen. Bei den letzten Branchensitzungen von Achmea und bei Let’s Connect, einer Netzwerkveranstaltung für die niederländische Food & Flower-Branche, sprachen unsere Experten über das Gewächshaus der Zukunft.

Meinung von HortiQ und Hagelunie: Zertifizierung als Schlüssel

Der Gewächshaus-Gartenbau befindet sich im Wandel. Daher bedarf es eines zukunftsfähigen Ansatzes, bei dem Nachhaltigkeit und Zertifizierung eine zentrale Rolle spielen. Innovationen im Sektor werden vor allem durch folgende Faktoren vorangetrieben:

  • Nachhaltigkeit und Energieeinsparung
  • Robotisierung und Automatisierung als Antwort auf den Arbeitskräftemangel
  • Digitalisierung und Prozessoptimierung
  • Klimawandel
  • Ertragssteigerung und Verbesserung der Kontinuität

Bart Stengs, Vorstandsmitglied von HortiQ im Namen von Hagelunie, skizzierte eine klare Zukunftsvision. Die Ziele von Glastuinbouw Nederland schließen nahtlos daran an. Diese lauten:

  • nachhaltige Wasser- und Umgebungsbedingungen bis 2030
  • emissionsfreie, biologisch funktionierende, klimaneutrale Gewächshäuser bis 2040
  • nahezu autonome Gewächshäuser bis 2050
  • vollständig zirkuläres Arbeiten bis 2050

Zusammenarbeit für Kontinuität und Innovationen

Mehr Ziele bedeuten auch höhere Anforderungen an Gewächshäuser und Produzenten. Zusammenarbeit, zuverlässige Materialien und gut eingerichtete Prozesse gewinnen dadurch immer mehr an Bedeutung. Ein wichtiger Bestandteil dessen sind unabhängige Qualitätssicherungssysteme wie KIWA und objektive Gütesiegel wie HortiQ, die eine verlässliche Bewertung von Gewächshäusern und Anlagen ermöglichen. Das Ziel ist klar: nicht unbedingt intelligenter bauen, sondern vor allem darauf achten, dass sich alle sicherer fühlen. Zertifizierung reduziert Unsicherheit und stärkt das Vertrauen.

Auch das Video von Hortivation zeigt, dass bereits seit vielen Jahren eine aktive Zusammenarbeit im Bereich Innovation stattfindet, unter anderem im Rahmen des neuen Hortipower-Innovationsprogramms, das die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Stellen, Wirtschaft, Partnern und Erzeugern stärkt.

Das Gewächshaus selbst: komplexer oder zukunftssicherer

Stan van Stralen, technischer Experte für den Gewächshaus-Gartenbau bei Achmea, demonstrierte, wie sehr sich das Gewächshaus in den vergangenen 15 Jahren verändert hat. „Moderne Gewächshäuser sind viel komplexer als früher: Es sind Schirmanlagen, Insektenschutznetze, verschiedene Beleuchtungsarten, Automatisierung, Sensoren und Energiespeicher hinzugekommen“, sagte van Stralen.

Der Klimawandel und extremere Witterungsbedingungen in Kombination mit einer weniger vorhersagbaren Materialverfügbarkeit stellen neue Anforderungen an Konstruktion und Instandhaltung. Der Fokus verschiebt sich dabei von der Produktion immer größerer Mengen auf einen gleichmäßigeren Anbau und die Gewährleistung der Liefersicherheit. Unterbrechungen in der Lieferkette müssen verhindert werden, gleichzeitig sind Instandhaltung oder Austausch nicht immer sofort möglich. Gerade deshalb gewinnen die Vorhersagbarkeit und Zuverlässigkeit neuer Gewächshäuser immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig bieten Innovationen wie neue Heizmethoden, Elektrifizierung und Robotisierung neue Chancen.

The Greenhous 2010
The Greenhous 2010-2025
The Greenhous 2025
The Greenhous 2025-2050

Stan van Stralen nannte vier Bauoptionen für die Zukunft:

  • Traditionelle Bauweise: Gewächshäuser, die nach den derzeitigen Normen und Standards errichtet werden, wobei die Gefahr besteht, dass sie auf längere Sicht technisch veraltet sind.
  • Ausrichtung auf temporäre Nutzung: Gewächshäuser, die leicht abgebaut und recycelt sowie später wieder aufgebaut werden können. Dies erfordert zusätzliches Augenmerk für Kontinuitätsrisiken, da Bau- und Wiederaufbautätigkeiten häufiger vorkommen.
  • Längere Lebensdauer durch mehr Platz und Stabilität: Gewächshäuser mit einer längeren Lebensdauer, konzipiert mit mehr Platz und Stabilität und mit Fokus auf Zukunftssicherheit, die allerdings eine höhere Investition erfordern.
  • Innovatives und disruptives Bauen: Entwicklung völlig neuer Baukonzepte, die das traditionelle Venlo-Gewächshauskonzept ablösen könnten.

Das Expertengremium des Vortrages ist sich einig und verfolgt eine nachhaltige langfristige Vision: eine Planung, die weiter in die Zukunft reicht, eine stabilere Bauweise und eine korrekte Risikoeinschätzung. Als Versicherungsgesellschaft unterstützen wir diesen Ansatz und betrachten ihn als den richtigen Weg in eine sichere Zukunft.

Hagelunie beteiligt sich an Entwicklung zukunftssicherer Gewächshäuser

Gemeinsam mit Partnern, Maklern und Kunden arbeiten wir aktiv an der Sicherstellung der Betriebskontinuität. Da wir in den Niederlanden die Entwicklungen des Sektors kontinuierlich beobachten und unsere Experten gemeinsam an zukunftssicheren Lösungen arbeiten, schaffen wir wertvolles Wissen und innovative Erkenntnisse. Als Teil der niederländischen Initiative HortiQ verbinden wir internationales Wissen mit niederländischer Erfahrung. Das hilft, die hohe Qualität des niederländischen Gewächshausbaus auch international zu gewährleisten.

Konkret wenden wir unser Wissen durch Risikoinspektionen und Beratung an, wobei wir Neubauten, Umbauten und bestehende Gewächshäuser bewerten. Gemeinsam mit Risikoexperten analysieren wir, was bereits gut läuft, wo Verbesserungen möglich sind und wie Risiken beherrschbar bleiben. So unterstützen wir Erzeuger in der Praxis und bieten Sorgenfreiheit, wo möglich, und handlungsorientierte Beratung, wo nötig.

Auf diese Weise verbinden wir lokale Innovation mit internationaler Erfahrung und Anwendung und machen das Gewächshaus der Zukunft nicht nur möglich, sondern auch sicher, nachhaltig und zukunftsfähig, in den Niederlanden und im Ausland.

Möchten Sie mehr erfahren? Bleiben Sie stets über die aktuellen Entwicklungen im Sektor sowie unsere Tipps zur Risikoprävention informiert und folgen Sie uns auf LinkedIn.